1) Ich kann kaum aus dem Fenster sehen. Die Scheibe ist voller Eis und Schnee. Heute ist der fünfte April.
2) Jetzt weiß ich, warum die Einfahrt ein paar Häuser weiter immer so vorbildlich geräumt ist, auch wenn überall sonst Schnee liegt: Der Nachbar hat in den Asphalt eine Fußbodenheizung eingelassen. Beinahe so absurd wie beheizte Dachrinnen oder die Heizstrahler an den Bahnstationen.
3) Heute in der New York Times: "The Lines a German won't cross". Nicholas Kulish schreibt über Barfußzonen in Deutschland (und den Gehorsam und Ordnungssinn der Deutschen im Allgemeinen). Lesenswert!
4) Kein Aprilscherz: Die Fast Food-Kette Kentucky Fried Chicken hat diese Woche angeboten, Chicagos Schlaglöcher zu reparieren, wenn sie dafür ihr Logo aufs Straßenpflaster malen darf. Bürgermeister Daley ist nicht abgeneigt.
5) Die letzte Folge der letzten Staffel von "Emergency Room", die im Januar nicht weit von hier in Uptown gedreht wurde, lief diese Woche im amerikanischen Fernsehen. Nach 15 Jahren verabschiedet sich Chicago von ER.
6) Trotz aller amerikanischer Prüderie zeigt TV-Sender FOX am Sonntagnachmittag in den Werbepausen eines Spielfilms Spots für "Male Enhancement"-Pillen.
Siehe auch Blogeinträge: Side Notes III, Side Notes II, Side Notes I
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Side Notes IV
Posted by Kristina
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23:23
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Wednesday, 18. March 2009
Chicago's Potholes II
Seit Januar haben die Straßenbauarbeiter Chicagos jeden Tag tausende Schlaglöcher gefüllt, berichtete gestern die Tribune. Trotzdem steigt die Zahl der offenen Schlaglöcher weiter: 11,000 sind derzeit gemeldet.
Denn obwohl die Stadt mehr als 12 Mio. Dollar für die Reperaturen ausgibt, werden die meisten Löcher nur provisorisch geflickt. Auf stark befahrenen Straßen brechen sie schon nach wenigen Tagen wieder auf.
Diese (ungesicherten) Schlaglöcher habe ich gestern am Broadway fotografiert (darunter ist das alte Straßenpflaster zu sehen):

siehe auch Blogeinträge:
Chicago's Potholes, Cracked: Chicago by Bus and Americans and Cars
Denn obwohl die Stadt mehr als 12 Mio. Dollar für die Reperaturen ausgibt, werden die meisten Löcher nur provisorisch geflickt. Auf stark befahrenen Straßen brechen sie schon nach wenigen Tagen wieder auf.
Diese (ungesicherten) Schlaglöcher habe ich gestern am Broadway fotografiert (darunter ist das alte Straßenpflaster zu sehen):

siehe auch Blogeinträge:
Chicago's Potholes, Cracked: Chicago by Bus and Americans and Cars
Wednesday, 4. March 2009
Chicago's Potholes
Die riesigen Schlaglöcher ("Potholes") in den Straßen Chicagos habe ich hin und wieder ja schon erwähnt.
Das Windy Citizen-Blog "Today's Photos" hat jetzt eine Bildergalerie aus den besten Flickr-Fotos von Chicagos Schlaglöchern zusammengestellt.
Der Titel: "Big Enough to Swallow Young Children: Chicago's Mega Potholes!"

"Mega-Pothole" (at Cicero and Chicago Ave. in Chicago, IL, October 2006)
by Eloise Mason
Das Windy Citizen-Blog "Today's Photos" hat jetzt eine Bildergalerie aus den besten Flickr-Fotos von Chicagos Schlaglöchern zusammengestellt.
Der Titel: "Big Enough to Swallow Young Children: Chicago's Mega Potholes!"

"Mega-Pothole" (at Cicero and Chicago Ave. in Chicago, IL, October 2006)
by Eloise Mason
Thursday, 19. February 2009
Cracked: Chicago by Bus
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der Chicago Transit Authority (CTA) kann man sich in der Stadt wirklich gut und schnell bewegen.
Die Station der Hochbahn ("El") ist nur ein paar Blocks entfernt, und mehrere Busse fahren auf verschiedenen Linien alle paar Minuten direkt ab unserer Haustür die Lakefront entlang nach Downtown.
Wer einen dieser Busse bestiegen und beim Fahrer ein Ticket gelöst hat, ist allerdings gut beraten, sich schnellstmöglich einen Sitzplatz oder einen sicheren Halt zu suchen.
In rasantem Tempo fahren die scheppernden, kaum gefederten Busse über die Schlaglöcher hinweg den Lake Shore Drive hinunter. Leuten mit Bandscheibenproblemen ist eine Fahrt in den Gelenkbussen wirklich nicht zu empfehlen - besonders nicht auf den Sitzen, die sich zwischen den Wagenkästen befinden.
Sehr erstaunt war ich nicht, als die CTA heute bekannt gab, dass sie 226 dieser Gelenkbusse bis auf Weiteres außer Betrieb genommen hat. Bei einem der Busse sei ein "structural crack" aufgetreten, ein Konstruktionsriss.
Die Busse, die hauptsächlich an der Lakefront eingesetzt waren, bleiben solange stillgelegt, bis sie von einem unabhängigen Experten inspiziert und für sicher befunden wurden.
Ich hoffe nur, dass die Befürchtung von Uptown Update nicht eintrifft, dass es in den nächsten Tagen am Lake Shore Drive so aussehen könnte:
Die Station der Hochbahn ("El") ist nur ein paar Blocks entfernt, und mehrere Busse fahren auf verschiedenen Linien alle paar Minuten direkt ab unserer Haustür die Lakefront entlang nach Downtown.
Wer einen dieser Busse bestiegen und beim Fahrer ein Ticket gelöst hat, ist allerdings gut beraten, sich schnellstmöglich einen Sitzplatz oder einen sicheren Halt zu suchen.
In rasantem Tempo fahren die scheppernden, kaum gefederten Busse über die Schlaglöcher hinweg den Lake Shore Drive hinunter. Leuten mit Bandscheibenproblemen ist eine Fahrt in den Gelenkbussen wirklich nicht zu empfehlen - besonders nicht auf den Sitzen, die sich zwischen den Wagenkästen befinden.
Sehr erstaunt war ich nicht, als die CTA heute bekannt gab, dass sie 226 dieser Gelenkbusse bis auf Weiteres außer Betrieb genommen hat. Bei einem der Busse sei ein "structural crack" aufgetreten, ein Konstruktionsriss.
Die Busse, die hauptsächlich an der Lakefront eingesetzt waren, bleiben solange stillgelegt, bis sie von einem unabhängigen Experten inspiziert und für sicher befunden wurden.
Ich hoffe nur, dass die Befürchtung von Uptown Update nicht eintrifft, dass es in den nächsten Tagen am Lake Shore Drive so aussehen könnte:
Tuesday, 27. January 2009
Americans and Cars
Autos sind für Amerikaner ein wichtiges Statussymbol. Kein Auto zu haben ist für viele kaum vorstellbar.
Ich weiß nicht, was sie mit ihren alten Autos machen, aber die, die man auf der Straße sieht, sind fast nie älter als ein paar Jahre, und immer sehr gepflegt - bei einem winzigen Krümel auf der Sitzbank entschuldigen sich die Leute schon für die Unordnung. Beim Anblick des Innenraums meines Ex-Autos wären sie wahrscheinlich kollabiert.
Kleinwagen gibt es hier kaum. Trotz aller Umweltbedenken - bei den riesigen Schlaglöchern in der Straße würde ich hier auch nur ungern mit einem Smart auf dem Expressway fahren (in den ärmeren Bundesstaaten ist der Zustand der Straßen vermutlich noch deutlich schlimmer).
Die riesigen Autos haben aber auch Nachteile. Meine Großtante besitzt in Lincoln Park eine Garage - in dieser Gegend ist so etwas eigentlich unbezahlbar. Doch leider ist die Garage für die heutigen Autos viel zu niedrig und deshalb nicht mehr zu gebrauchen.
Wir besitzen in Chicago gar kein Auto und haben uns deshalb bei einer Carsharing-Organisation angemeldet. Da bezahlt man einen Jahresbeitrag (bei Zipcar Chicago z.B. 50 Dollar) und kann sich dann im Bedarfsfall online eines der Autos reservieren, die hier überall auf Parkplätzen rumstehen.
Das reservierte Auto lässt sich mit einer Magnetkarte öffnen, der Schlüssel steckt. Benzin und Versicherung sind im Stundenpreis enthalten (ab 9.25 Dollar, pro Tag ab 68 Dollar), beim Tanken kann man mit einer Karte bezahlen, die sich im Auto befindet. Bis jetzt hat das prima funktioniert.
Um sich bei Zipcar USA anmelden zu können, braucht man als Deutscher eine Bescheinigung vom Kraftfahrtbundesamt (in englischer Sprache), dass man in den letzten drei Jahren keinen Unfall verursacht hat. Die kann man online bestellen, allerdings muss man sie sich an eine deutsche Adresse schicken lassen.
Ein anderer Carsharing-Anbieter in Chicago ist zum Beispiel I-GO.
Ich weiß nicht, was sie mit ihren alten Autos machen, aber die, die man auf der Straße sieht, sind fast nie älter als ein paar Jahre, und immer sehr gepflegt - bei einem winzigen Krümel auf der Sitzbank entschuldigen sich die Leute schon für die Unordnung. Beim Anblick des Innenraums meines Ex-Autos wären sie wahrscheinlich kollabiert.
Kleinwagen gibt es hier kaum. Trotz aller Umweltbedenken - bei den riesigen Schlaglöchern in der Straße würde ich hier auch nur ungern mit einem Smart auf dem Expressway fahren (in den ärmeren Bundesstaaten ist der Zustand der Straßen vermutlich noch deutlich schlimmer).
Die riesigen Autos haben aber auch Nachteile. Meine Großtante besitzt in Lincoln Park eine Garage - in dieser Gegend ist so etwas eigentlich unbezahlbar. Doch leider ist die Garage für die heutigen Autos viel zu niedrig und deshalb nicht mehr zu gebrauchen.
Das reservierte Auto lässt sich mit einer Magnetkarte öffnen, der Schlüssel steckt. Benzin und Versicherung sind im Stundenpreis enthalten (ab 9.25 Dollar, pro Tag ab 68 Dollar), beim Tanken kann man mit einer Karte bezahlen, die sich im Auto befindet. Bis jetzt hat das prima funktioniert.
Um sich bei Zipcar USA anmelden zu können, braucht man als Deutscher eine Bescheinigung vom Kraftfahrtbundesamt (in englischer Sprache), dass man in den letzten drei Jahren keinen Unfall verursacht hat. Die kann man online bestellen, allerdings muss man sie sich an eine deutsche Adresse schicken lassen.
Ein anderer Carsharing-Anbieter in Chicago ist zum Beispiel I-GO.
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Comments
Wed, 18.11.2009 08:39
cooles Spielzeug, auch wenn das aktuelle Wetter nicht ganz stimm t. Aber auch ein Obama ist nic [ ...]
Mon, 16.11.2009 20:08
bin gerade zufaellig auf deinen blog gestossen. diese verkleidun g ist wirklich... different...
Wed, 28.10.2009 17:00
I read a few topics. I respect y our work and added blog to favor ites.
Mon, 26.10.2009 00:52
Are you a professional journalis t? You write very well.
Tue, 06.10.2009 17:47
Haha, das ist ja krass. Nicht ma l in Spanien, welches man teilwe ise ja schon als deutsche Kolo [ ...]